„Das Wesen der Ethik ist lebendige Hingabe an die Welt.“ (Albert Schweitzer)

Jährlich im Mai treffen sich Albert-Schweitzer-Freunde der Internationalen Albert Schweitzer Vereinigung „AISL“. Weggefährten Schweitzers, Engagierte und Vereinigungen aus 14 europäischen Ländern, USA, Japan, Gabun machen das Gedankengut Schweitzers aller Welt zugänglich.

Der Tagungsort Günsbach, malerisch im Elsass gelegen, ist nicht willkürlich gewählt. Hier verbrachte Schweitzer seine Kindheit und Jugend und fand immer wieder ein Zuhause zwischen seinen Lambarene-Aufenthalten.

Ich empfinde es als große Ehre, Mitglied dieser Gemeinschaft sein zu dürfen und Schweitzer besonders nahe zu sein: im Pfarrhaus, in dem er lebte; in der Kirche mit einer Orgel, nach seinen Angaben gebaut; auf dem Kanzrain, einem Felsen mit seinem Denkmal. Schweitzer hat den Platz dafür selbst ausgesucht, hier fühlte er sich ganz zu Hause. Oder im Archiv und Museum mit seinem Arbeitszimmer und einem Schatz von 80.000 Briefen.

Tagung im Pfarrhaus

Die Erzählungen der Menschen, die an Schweitzers Seite arbeiten und leben durften, inspirieren zu neuen Ideen. So ist eine Erweiterung des Museums als Stätte der Begegnung im Entstehen. In Kenia wurde auf Initiative von Dr. Munz, dem Nachfolger Schweitzers in Lambarene, eine Schule für AIDS-Waisen gebaut. Mit unserer MITEINANDER-Schulaktion konnten wir in nur zwei Jahren unzähligen jungen Menschen in über 100 Grundschulen Impulse geben für eine Haltung der Wertschätzung und Achtsamkeit im Sinne Schweitzers.

Mein Besuch bei der Enkelin Schweitzers, Monique Egli, im Anschluss an die Tagung ist zu einer schönen Tradition geworden. Sie und der Schweizer Hilfsverein beschenkten unsere Kinderdörfer mit wertvollen Büchern und Dokumenten. Wir sagen Danke! Schweitzers Anspruch: „Für Menschen Mensch zu sein“ begleitet unseren Weg.

Margitta Behnke, Albert-Schweitzer-Bundesverband

Schweitzer-Denkmal auf dem Kanzrain

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