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Baubeginn in den Heidehäusern

Symbolisch legte die Vorsitzende des Bewohnerbeirates Daniela Grube eine Kupfer-Büchse mit Tageszeitung, Geld, Prospekte und einer Urkunde in den Grundstein. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Omar Mahjoub (Hannover) lobte in seiner Begrüßung die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hermannsburg und die Kreativät der Mitarbeiter. Einrichtungsleiterin Susanne von Zimmermann erläuterte die Notwendigkeit des Neubaus und Architekt Frank Simon präsentierte die Gebäudestruktur. Grußworte hatte Bürgermeister Axel Flader mitgebracht. 

Das Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V. betreibt in Hermannsburg seit 1986 eine Einrichtung für geistig behinderte Erwachsene. Vier Wohnabteilungen bieten 110 Plätze, die angegliederte Tagesförderstätte wird überwiegend von den hier lebenden Menschen besucht, steht aber auch externen Besuchern offen.

Die Gebäude stammen größtenteils aus den frühen fünfziger Jahren und sind in den Außenhüllen weitgehend unverändert. Seitdem haben sich die Situation und die externen Anforderungen deutlich geändert: Ältere Bewohner und Bewohner mit einer stärkeren Behinderung haben einen erhöhten Pflegebedarf. Sie benötigen eine besondere räumliche Ausstattung mit breiteren Türen und barrierefreie Zugänge.

Nach intensiven Vorüberlegungen wurde jetzt mit dem Neubau für eine Wohngruppe mit 14 Plätzen begonnen. Nach dem Umzug der ersten Gruppe werden nach und nach drei weitere Häuser umgebaut und mit einem Fahrstuhl versehen. Dann werden auch die Obergeschosse barrierefrei erreicht. Mit dem Bau von Einzelzimmern wird auf die Wünsche der Bewohner eingegangen – Doppelzimmer sind nicht mehr zeitgemäß.

Eine Platzerweiterung der Heilpädagogischen Einrichtung ist dabei nicht geplant. Gleichwohl aber eine Erweiterung der Wohnfläche. Sehr großzügig sind im Neubau die Gemeinschaftsflächen, die viel Raum für eine weitgehende Selbstversorgung bieten. Noch im November 2014 soll der Neubau mit 14 ebenerdigen Einzelzimmern eingeweiht werden.

Gegen den Trend

In einer Zeit, in der nach der Devise „Ambulant vor Stationär“ Einrichtungen der Behindertenhilfe verstärkt auf dezentrales Einzelwohnen setzen, gehen die Heidehäuser bewusst einen anderen Weg. Auch wenn die Heidehäuser das „ambulant betreute Wohnen“ für einige ihrer Klienten aktiv vorantreiben, ist nicht für alle Menschen das selbstständige Wohnen die erste Wahl. Das Leben in Wohngemeinschaften mit vielen Aktivitäten und einem sozialen Miteinander schafft ebenfalls Möglichkeiten einer selbstbestimmten Teilhabe.

Die gute Vernetzung in die Gemeinde Hermannsburg hat dabei eine lange und gute Tradition. Die Bewohner der Heidehäuser sind ein fester Bestandteil der Gemeinschaft, erfahren offene Begegnungen und Unterstützung egal ob beim Einkauf oder bei der Begleitung zum Gottesdienst. Das Thema Inklusion wird in verschiedenen Projekten konkret, sei es beispielsweise die gemeinsame Theateraufführung mit Schülern und Bürgermeister auf dem Marktplatz oder die Mitwirkung bei den Hei(de)landgames.

Weitere Informationen

Fotounterschrift:
Voller stolz präsentiert Bewohnerin Daniela Grube die "Zeitkapsel" mit Prospekten, Tageszeitung, Vereinssatzung und einigen Euros, die bei der Grundsteinlegung eingemauert wurde.

Spendenkonto – IBAN: DE80 1002 0500 0003 3910 01 | BIC: BFSWDE33BER | Bank für Sozialwirtschaft, Berlin »
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