Felix in Pforzheim
Felix in Cebu

Mittlerweile bin ich schon seit mehr als 3 Wochen im Inselparadies der Philippinen und durfte die Weihnachtszeit und die Feier ins neue Jahr in einer völlig anderen Art erleben. Die Einheimischen hier sind alle super freundlich und haben mich von Beginn an herzlich aufgenommen. Einige haben mich sogar schon zum Essen in ihre Häuser eingeladen, mir ihren Lebensstil gezeigt und mir von ihrer Vergangenheit berichtet. Viele dieser Geschichten waren sehr bewegend und haben mir geholfen, die philippinische Kultur und die Lebens- und Verhaltensweisen der Menschen hier immer besser zu verstehen. In der Nachbarschaft ist mein Gesicht inzwischen bekannt: Immer, wenn ich vom Kinderdorf aus zu der nächst größeren Straße laufe, rufen die Leute neugierig meinen Namen und wollen mit mir sprechen.

Pancakes für alle

Immer wieder fällt mir, wenn ich das Kinderdorf verlasse, die extreme Armut auf. Zu den schönsten Erfahrungen, die ich hier habe machen dürfen, gehören die strahlend dankbaren Gesichter der Leute und vor allem der Kinder aus den ärmeren Gegenden hier, wenn ich mit den anderen aus dem Kinderdorf übriges Essen verteile oder den Kindern Früchte, Süßigkeiten oder Eis schenke. Aber auch einfache Dinge wie Wasser und Brot lassen die Augen vieler hier leuchten, denn die Armutsrate ist landesweit sehr hoch, sodass viele nicht einmal genügend Geld für Essen oder Kleidung haben.

Im Kinderdorf sieht es anders aus: Hier gibt es regelmäßige Mahlzeiten und Snacks für zwischendurch. Zu den Hauptnahrungsmitteln zählen Reis und Nudeln, ab und zu gibt es etwas Fleisch oder Eier. Ich versuche, etwas Abwechslung in die Küche zu bringen, indem ich Früchte einkaufe oder selbst Essen zubereite. Gestern habe ich mit der Hilfe von vier anderen Jugendlichen Pancakes für das gesamte Kinderdorf gebacken. Dazu gab es Früchte, Sahne und Honig. Insgesamt haben wir ganze zwei Kilogramm Mehl verwendet und standen gefühlte Ewigkeiten in der Küche. Der Aufwand hat sich gelohnt: Die Kinder haben sich sehr gefreut und konnten gar nicht genug davon bekommen.