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Die Zukunft im Blick

Die Berufsbildenden Schulen des Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V. in Uslar haben einen guten Grund zum Feiern. Zum dritten Mal wurde der Ideenwettbewerb „Pflege im Jahr 2050“ ausgeschrieben. Auch in diesem Jahr wieder mit Erfolg.

Mit viel Engagement und Ideenreichtum überlegten sich die Teilnehmer, wie „Pflege“ im Jahr 2050 aussehen könnte und vor allem, was nötig wäre um sie in einem besser funktionierenden System anzubieten. Der Gewinnerbeitrag „Pflege 2050“ zeichnete sich dabei durch Weitblick und eine kreative Herangehensweise an das Thema aus. Durch das Medium Film präsentierte dieser Beitrag eine mögliche Entwicklung von Pflege. Der Geschäftsführer des Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V. Martin Kupper konnte mit Stolz am ersten Schultag im Rahmen der Begrüßung der neuen Schüler und Schülerinnen die Gewinnerin ehren: Marie Wegener erhielt ein Stipendium zur Förderung der Ausbildung Pflegeassistenz.

Mehr Zeit für den Menschen Dank technischer Unterstützung

In seiner Ansprache bezeichnete Martin Kupper die Berufsbildenden Schulen Uslar als „Sprungbrett, welches dann hinaus in ein erfolgreiches Berufsleben führt.“ Er lobte weiterhin die Stipendiatin für die professionelle Gestaltung ihres Beitrags und dem darin enthaltenen Weitblick. Marie Wegener hat sich für ihre Präsentation etwas Besonderes einfallen lassen und ihre Familie als Charaktere für einen Film über Pflegemöglichkeiten im Jahr 2050 verpflichtet.

Gemeinsames Eintauchen in die Zukunft

Als Highlight des ersten Schultages und der Feierlichkeiten hatten alle Anwesenden die Chance, Marie Wegeners Film zu schauen. Viele Aspekte finden darin Platz. So beispielsweise die Annahme, dass die Anzahl pflegebedürftiger Menschen steigen wird, nicht aber die pflegerischen und finanziellen Ressourcen. In ihren Augen denkbar sind unter anderem aufladbare Stützapparate, mit denen an den Rollstuhl gebundene Menschen vorübergehend gehen können oder Ultraschallduschen, die das An- und Auskleiden überflüssig machen. Die gewonnene Zeitersparnis kann doch viel besser für den zwischenmenschlichen Kontakt genutzt werden. Nicht nur diese Ideen, sondern auch die erfrischende Umsetzung des Films sicherten Marie Wegener das Stipendium und einen großen Applaus.

Kupper lobt dieses beispielhafte Engagement Marie Wegeners. Er fügt an, dass sich die Stipendiatin damit in guter Gesellschaft befindet und verweist auf ein berühmtes Zitat des Namensgebers Albert Schweitzer: „Mit gutem Beispiel voran zu gehen, ist nicht nur der beste Weg, andere zu beeinflussen, es ist der einzige.“

Wer im Übrigen den Schulstart in diesem Jahr verpasst hat, sollte ohne Zögern Kontakt mit der Berufsbildenden Schule Uslar aufnehmen, um die nächstmöglichen Einstiegstermine zu besprechen. Im Schuljahr 2016/2017 wird der Ausbildungsbeginn für die Pflegeassistenten und die Heilerziehungspfleger der 4. August 2016 sein und im Ausbildungsgang Altenpflege wird der Starttermin der 15.9.2016 sein.

Hintergrund I

Berufsbildende Schulen Uslar

Seit 24 Jahren sind die Berufsbildenden Schulen am Standort Uslar mit dem Schwerpunkt Pflegeberufe tätig.

Qualifizierte Ausbildungen in den Bereichen Altenpflege, Heilerziehungspflege und Pflegeassistenz beginnen jährlich nach den Sommerferien.

Stichwort Altenpflege:

Altenpflegerinnen und Altenpfleger pflegen und betreuen alte Menschen im Rahmen der ambulanten Pflege in deren Wohnung oder stationär in einem Seniorenheim.

Stichwort Heilerziehungspflege:

Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger sind sozialpädagogisch und pflegerisch ausgebildete Fachkräfte. Sie haben die Aufgabe, Menschen mit Behinderung zu beraten, zu begleiten, zu assistieren, zu pflegen und zu fördern.

Stichwort Pflegeassistenz:

Die Tätigkeit im Überblick: Pflegeassistentinnen und Pflegeassistenten übernehmen die grundpflegerische Versorgung von Kranken, Senioren oder Menschen mit Behinderung. Auch die hauswirtschaftliche und soziale Betreuung von pflegebedürftigen Menschen und deren Familienangehörigen gehört zu ihren Aufgaben. Hauptsächlich arbeiten sie in Alten- und Altenpflegeheimen, in Einrichtungen zur Betreuung und Förderung von Menschen mit Behinderung und in Krankenhäusern. Auch bei ambulanten Alten- und Krankenpflegediensten finden sie Beschäftigung. Die Betreuung von pflegebedürftigen Personen in Privathaushalten bietet ein weiteres Tätigkeitsfeld.

Hintergrund II:

Das Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V. ist eine starke Gemeinschaft, in der 900 Mitarbeiter mehr als 2.500 Menschen in ambulanten und stationären Einrichtungen betreuen.

Der Name ist Konzept: In elf niedersächsischen Städten und Gemeinden wurden regionale Dienstleistungszentren für Menschen geschaffen. Der gemeinnützige Verein bietet individuelle Hilfen für Kinder und Jugendliche, alte, kranke und behinderte Menschen. Viele Menschen vertrauen in den einzelnen Einrichtungsteilen auf die familienähnlichen Strukturen; ein großes Gemeinschaftswerk für hilfebedürftige Menschen.

Standorte sind Alt Garge, Bad Gandersheim, Bleckede, Celle, Göttingen, Hannover, Hermannsburg, Holzminden, Lüneburg, Northeim und Uslar (gleichzeitig der Vereinssitz).

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