Ein Zuhause für Menschen mit Behinderung

Merseburg. Es ist geschafft. Nach 14-monatigen Bauarbeiten hat Frank Bannert, Landrat des Saalekreises (CDU), heute in Merseburg den Anbau an das Wohnheim für Menschen mit Behinderungen des Albert-Schweitzer-Familienwerkes offiziell eröffnet.

Es war ein warmer Empfang für den Landrat, der ebenso offenherzig in seiner Rede  das über 23 Jahre andauernde Engagement des Vereins würdigte. Von Beginn an widmet sich schließlich das Albert-Schweitzer-Familienwerk unter anderem der intensiven Betreuung von Menschen mit Behinderungen in der Region. „Menschen mit Handicap dürfen der Gesellschaft nicht verloren gehen. Deshalb brauchen wir solche Einrichtungen wie das Haus „Lambarene“ in Merseburg, in dem Kinder, Jugendliche  und Erwachsene gezielt gefördert und betreut werden“, betonte er.

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff würdigte in seinem schriftlichen Grußwort das „gerade für sozial schwache und behinderte Menschen es wichtig ist, dass sie das Familienwerk an ihrer Seite haben. Es schafft mit seinen Einrichtungen eine Infrastruktur der Unterstützung. Und es gibt Menschen Hilfe, Rat und Heimat und hilft verlässliche soziale Beziehungen aufzubauen.“.

Das bereits 2002 neu errichtete Haus „Lambarene“ des Albert-Schweitzer-Familienwerkes ist durch einen Anbau auf Krankenhausstandard um 12 Plätze erweitert worden. Damit konnte für nun insgesamt 52 körperlich und geistig mehrfach schwerstbehinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene ein zeitgemäßes Zuhause geschaffen werden. „Nun können wir die Bewohner im Haus „Lambarene“’ und diejenigen, die zuvor im Haus „Sternchen“ betreut wurden, unter einem Dach ebenso individuell wie umfassend fördern. Das liegt uns besonders am Herzen.“, so Jürgen Geister, Geschäftsführer des Albert-Schweitzer-Familienwerkes.

In dem zweigeschossigen Anbau entstanden unter anderem ein Raum für die Bewegungstherapie und ein Gästezimmer für Familienangehörige. Das Besondere: Ein eigens für die Bewohner geschaffenes Therapie- bzw. Bewegungsbad kann in der Region als Alleinstellungsmerkmal gewertet werden. Und: für das Personal, darunter sozial- und heilpädagogische sowie medizinische Fachkräfte, haben sich gleichzeitig die schwierigen Arbeitsbedingungen im Umgang mit den Schwerstbehinderten wesentlich verbessert. „Wir sind damit auf allen Ebenen zukunfts- und wettbewerbsfähig“, so Geister.

Das Albert-Schweitzer-Familienwerk nahm mit großer Freude einen Scheck in Höhe von 15.000 Euro entgegen, den Gabriele Lawrenz und Karl-Heinz Wald von der Mobene GmbH & Co. KG zur Einweihung überreichten. Nach dem Motto „Spenden statt schenken“ hat das bundesweit tätige Mineralölunternehmen mobene das Haus Lambarene des Albert-Schweitzer-Familienwerks in Merseburg zur diesjährigen Weihnachtszeit mit einer großzügigen Geldspende bedacht. „Wir sind beeindruckt vom sozialen Engagement der Mobene GmbH & Co KG und glücklich über die überaus großzügige Spende, die wir für die Gestaltung und Bepflanzung der Außenlage und für die Erweiterung und Erneuerung des Spielplatzes bzw. für die Anschaffung von Terrassenmöbeln einsetzen wollen.“ so Jürgen Geister.

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