„Wie sieht der richtige Umgang mit neuen Medien im Kinderheim aus?“, fragte sich Elisabeth Rödel, Hausmutter im Sternstundenhaus. Als Medienbeauftragte erarbeitete sie daraufhin das Konzept „Smartphone und soziale Netzwerke in der stationären Kinder- und Jugendhilfe!“

„Natürlich haben auch unsere Kinder und Jugendlichen das Bedürfnis nach einem Smartphone. Im Team haben wir uns damit auseinandergesetzt und einen Medienberater zugezogen. Er befragte die Kinder zu ihrem Wissen über die Gefahren und Risiken, beriet und klärte sie auf. Gut gerüstet konnte dann jeder einzelne seinen individuellen Medienvertrag lesen und unterzeichnen. Unsere Kinder dürfen nun mit rund elf Jahren ein Smartphone benützen.

Die Nutzung des PCs wird nach Einschätzung der anwesenden Erzieher geregelt. Das Kind muss sagen, wofür es den PC gebrauchen möchte. Mit den eigenen Smartphones ist das schwieriger, da die Kinder und Jugendlichen natürlich ein Recht auf Privatsphäre haben. Zu Beginn habe ich die Geräte ab und zu kontrolliert, aber nur selten etwas Beunruhigendes gefunden. Wenn die Kinder in Chatgruppen mit nicht förderlichem Material in Berührung kamen, haben wir sie beraten, wie man damit umgehen soll.

Medienbeauftragte Elisabeth Rödel

Mein Tipp für Eltern, die Probleme beim Umgang ihrer Kinder mit Handy und PC sehen. Sprechen Sie mit ihnen über ihre Bedenken: Warum sind PC und Handy so wichtig für Ihr Kind? Wofür nutzt es digitale Medien?

Vereinbaren Sie Regeln, nicht nur für das Kind, sondern auch für sich selbst im Umgang mit dem Smartphone. Bleiben Sie im Gespräch, auch wenn Sie das Interesse für manche Dinge nicht teilen können.“

Birgit Thierer, Familienwerk Bayern

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