//Gedenkfeier zum 137. Geburtstag von Albert Schweitzer

Gedenkfeier zum 137. Geburtstag von Albert Schweitzer

Albert Schweitzer aktueller denn je

Das Motto der Gedenkfeier „Alles Leben ist heilig“ sollte daran erinnern, wie gegenwärtig und aktuell Schweitzers Verständnis einer allumfassenden, ganzheitlichen Weltanschauung ist. Seine Lehre von der Ehrfurcht vor dem Leben schließt den Respekt vor allen Lebewesen selbstverständlich ein: „Das Mitfühlen mit allen Geschöpfen ist es, was den Menschen erst wirklich zum Menschen macht“.

Die Veranstaltung würdigte Schweitzers 137. Geburtstag mit Orgelspiel, Gesang und einer Lesung seiner Texte. So wurde der schöne Raum der Gedächtniskirche für eine Weile zum Ort der Ruhe und Besinnung inmitten des tosenden Verkehrs und der Hektik des alltäglichen Konsums.

Jugendliche des Albert-Schweitzer-Kinderdorfs und der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde lasen Auszüge aus dem jüngst erschienenen Buch „Ehrfurcht vor den Tieren“. Die autobiografischen Texte Albert Schweitzers erzählten von Erlebnissen, die ihn schon früh für das Leiden der Tiere sensibilisierten und sein Mitleid weckten. Berichte aus Lambarene gaben einen anschaulichen Einblick in seine Rolle als Tierschützer. In seinen philosophischen Texten trat er für eine „vollständige, echte und lebendige Ethik“ ein. Die zentrale Botschaft dieser Texte erscheint heute aktueller denn je: „Die Verantwortung des Menschen allen Geschöpfen gegenüber zu denken und zu leben, ist die schwere Aufgabe, die unserer Zeit gestellt ist.“

Den Jugendlichen gelang es beeindruckend, die Aktualität der bis zu
90 Jahre alten Texte zu vermitteln. Sie brachten es fertig, die Zuhörer zu fesseln und ihnen neue Anregungen mitzugeben.

Harmonischer Gesang rahmte die Lesung feierlich ein: rund fünfzig Sänger und Sängerinnen unter der Leitung von Kreiskantorin Elke Wiesenberg intonierten Lieder von Bach, Homilius, Mendelssohn-Bartholdy und anderen Komponisten.

Kirchenmusikdirektor Helmut Hoeft würdigte Albert Schweitzer, der während seiner Studentenzeit die Orgel der Gedächtniskirche gespielt hatte, mit einem Orgelstück von Dietrich Buxtehude und einer Improvisation von „Wie schön leuchtet der Morgenstern“.

Alles in allem ein besinnlicher Abend mit gelungenen Auftritten und erfüllenden Momenten.

2016-12-12T23:53:10+00:00 14. Januar 2012|Categories: Berlin|
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