„Ich hoffe, ich kann etwas bewegen“

Roland Kaiser mit Kinderdorfkindern und Kinderdorfeltern im Haus in Klotzsche. Bilder: Corinne Wiegner

Roland Kaiser sprach mit Kindern der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer Sachsen über Superhelden, Traumberufe und Wünsche. Als Botschafter des Bundesverbandes besuchte er Anfang August das Kinderdorfhaus in Klotzsche, Dresden.

Es gab viel Gekicher und große Augen, als Sänger Roland Kaiser am 9. August plötzlich bei den Kindern der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer Sachsen auftauchte. Im Rahmen seiner Kaisermania-Tournee in Dresden nutzte er die Gelegenheit, im Kinderdorfhaus Klotzsche vorbei zu schauen. Schnell war er dort dicht umringt und wurde mit Fragen überhäuft: „Warst du gut in der Schule?“, platzt die elfjährige Mila heraus. „Ähm, nein, eher nicht so“, antwortet Kaiser leicht verlegen. „Was wolltest du als Kind werden?“, fragt Neela (10). „Pilot. Mich hat das Technische fasziniert und auch die große Verantwortung“, so Kaiser. „Und wer war dein Superheld?“, will nun die vierzehnjährige Annika wissen. „Winnetou, der war stark und gut. So wollte ich selbst sein und wilde Abenteuer erleben.“ Der Sänger gab die Fragen an die Kinder zurück, denn ihn interessiert, wie es den Jungen und Mädchen im Kinderdorf geht. Deren Schicksal rührt ihn immer wieder: „Ich bin selbst bei einer Pflegemutter groß geworden und ich weiß, was es als kleiner Mensch bedeutet, kein Zuhause zu haben, wie andere Kinder“, so der Sänger.

„Ich kann mit den Kindern sehr gut mitfühlen“

Seit 2006 ist Roland Kaiser als Botschafter für die Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke unterwegs, besucht die Kinderdörfer, gibt der Organisation eine wichtige Stimme in der Öffentlichkeit und nimmt auch Spenden entgegen. Selbst seine große Fangemeinde bittet er immer wieder, das Hilfswerk zu unterstützen. Allein für Klotzsche hat er viel Zeit investiert. Mehrmals war er vor Ort, schaute nach dem Baufortschritt des Hauses und rührte die Werbetrommel für Spenden: „Ich kann mit benachteiligten Kindern sehr gut mitfühlen und ich hoffe, ich kann mit meinem Engagement etwas bewegen“, sagt der Sänger bescheiden.

Das Haus in Klotzsche wurde erst im Mai 2018 eröffnet. Bis zu fünf Kindern, die aus verschiedenen Gründen nicht bei ihren Eltern leben können, soll es ein sicheres und liebevolles Zuhause bieten. Bundesweit gibt es 68 Kinderdorffamilien mit gesamt 374 Plätzen für Kinder. „Ganz im Sinne Albert Schweitzers wollen wir für Kinder, die nicht Zuhause wohnen können, ein familiäres Umfeld schaffen, in dem sie Geborgenheit und Zuwendung erfahren, gesund aufwachsen können und Vertrauen gewinnen“, erklärt Margitta Behnke, Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke e.V. Dazu gehören eine Kinderdorfmutter und ein Kinderdorfvater, deren eigene Kinder, wenn vorhanden, und die aufgenommen Kinder. Gemeinsam lebt die Familie in einem Haus, naturnah und unterstützt von Erziehern und Hauswirtschaftskräften.

Wenn der Kaiser zu Besuch kommt | MDR.DE

Schlagerstar Roland Kaiser hatte am Donnerstag einen Herzenstermin. Als Botschafter der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer besuchte er eines der Kinderdorfhäuser in Dresden-Klotzsche. Sein Engagement hat private Gründe.

Leute heute vom 14. August 2018

Roland Kaiser zu Besuch in einem Albert-Schweitzer-Kinderdorf, Neues zum Gesundheitszustand von Aretha Franklin und Tänzer Massimo Sinato bei "Heldt"-Dreharbeiten. Video verfügbar bis 21.08.2018, 17:50 Deutschland 2018

Du, Roland, musst du manchmal weinen?

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2018-08-15T09:00:49+00:0009. August 2018|Allgemein, Pressemitteilungen 2018, Sachsen|
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