Isa Schulz (25) absolviert aktuell eine berufsbegleitende Ausbildung zur Erzieherin bei den Albert-Schweitzer-Kinderdörfern in Berlin. In der Kinderdorffamilie von Stephanie Moorkamp mit den sechs Kindern und den drei Erzieherinnen hat sie in Hermsdorf während ihrer dreijährigen Ausbildung ein berufliches Zuhause gefunden.

Montags und Dienstag ist Isa Schulz in der Schule. Den Rest der Woche, meist nachmittags bis abends zur „Rush hour“, arbeitet sie bei Familie Moorkamp. „Für mich ist arbeiten gehen wie nach Hause kommen“, erzählt sie im persönlichen Gespräch. Zu ihren täglichen Aufgaben gehören zuhören, unterstützen bei Hausaufgaben und Hilfe im alltäglichen Leben, ebenso wie das Lösen von Konflikten und intensive Beziehungsarbeit. Ein Alltag, der der jungen Frau nicht fremd ist. Ihre eigene Mutter ist Kinderdorfmutter. Seit sie elf Jahre alt ist, lernt sie Familienleben in dieser Konstellation kennen und schätzen. Isa Schulz genießt auch den Gestaltungsspielraum in ihrer Ausbildung: Als begeisterte Köchin startete die angehende Erzieherin im Sommer 2018 mit den Kindern das Projekt „Grillabend“, inklusive Einkauf, Zubereitung, Lebensmittelkunde und natürlich gemeinsamer Durchführung.

Familiäre Bindung und fürs Leben fit machen

„Der Vorteil als Erzieherin in einer Kinderdorffamilie ist, dass man die Kinder langfristig begleitet, eine familiäre Beziehung aufbaut und sie damit bestenfalls fürs Leben fit macht.“ Im Vergleich zu einer rein schulischen Ausbildung sieht Isa Schulz den großen Vorteil einer berufsbegleitenden Ausbildung darin, dass man durch den hohen praktischen Anteil schnell erkennt, ob einem der Beruf wirklich liegt.

Frau sitzt mit Kinder am Computer

Der Albert-Schweitzer-Kinderdorf Berlin e.V. bietet als Ausbildungsstätte und Arbeitgeber neben einer guten Bezahlung auch ein familiäres Umfeld mit einer offenen Kommunikationsstruktur und zahlreichen Fortbildungsmöglichkeiten. „Besonders hat mir die Fortbildung im Bereich Prävention und Deeskalation gefallen“, berichtet Isa Schulz aus jüngster Erfahrung.

Im Sommer 2020 beendet sie voraussichtlich ihre Ausbildung. Ihr Traum ist es, danach als Erzieherin weiter im Albert-Schweitzer-Kinderdorf Berlin e.V. zu arbeiten und mit ihren gewonnenen Erfahrungen eine eigene Gruppe heranwachsender Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten. „Gefühlt kann ich hier mehr bewegen als in einer Kita!“

Catharina Woitke , Öffentlichkeitsarbeit, Albert-Schweitzer-Kinderdörfer Berlin e.V.

Zu den Stellenangeboten