Nein. Strammstehen müssen „seine“ Kinder nicht. Sie strahlen über das ganze Gesicht, wenn ihr Hausvater Christian Scholz Zeit hat zum Albern, Lesen, Musizieren, Späße machen.

Christian Scholz war Soldat. Der 36-Jährige arbeitet seit Juni 2012 im Kinderdorf Berlin  – und ist seit Dezember letzten Jahres Hausvater. Die Gemeinschaft steht bei Christian Scholz im Vordergrund: „Wir machen, wenn möglich, alles zusammen.“ So wird das Mittagessen am Wochenende gemeinsam geschnippelt. „Möhren, Tomaten, Gurken, Kohlrabi,  – meine Kinder kennen sich aus mit den Gemüsesorten“, meint Christian Scholz stolz. „Ich bin der Überzeugung, die Kinder lernen so am besten. Meine Gruppe ist dadurch sehr selbständig.“

Christian Scholz führt ein Familienunternehmen, hat die Verantwortung für sechs Kinder im Alter von vier bis acht Jahren. Eine anstrengende Arbeit mit viel Verantwortung. Zum Glück hat er zwei kompetente Erzieherinnen und eine Hauswirtschaftskraft an seiner Seite und lässt sich nicht stressen: „Ich bin einfach nur glücklich. Ich stehe jeden Morgen mit einem Lächeln auf.“Dabei musste er als Hausvater das komplette Haus neu einrichten und sich in die vielen organisatorischen und verwaltungstechnischen Abläufe einarbeiten.

Christian Scholz ist für seine Kinder da

„Basteln“ steht häufig auf dem Gemeinschaftsprogramm. „Wir bemalen Steine, Sterne und erfinden Spiele.“ Gartenarbeit lieben die Kinder ebenfalls sehr. „Wir haben im Sommer eine Kräuterspirale angelegt.“ Ausflüge runden das Kinderdorf-Familienleben im Hause Scholz ab.

Die Entscheidung für das Kinderdorf Berlin bereut der Ex-Zeitsoldat keine Sekunde: „Die Zusammenarbeit hier in der Gemeinschaft  ist toll. Jeder unterstützt jeden, wo er nur kann. Ich freue mich schon auf das zweite Weihnachtsfest im Kinderdorfhaus.“

Silke Beuningh, Kinderdorf Berlin

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