//Kido-Cup in Wetzlar

Kido-Cup in Wetzlar

Los gehts! Am Freitag vor Pfingsten machte sich die aus mehreren Kinderdorffamilien zusammengewürfelte Berliner Mannschaft auf den Weg zum Kido-Cup ins hessische Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Wetzlar. 

Gut gelaunt (die Betreuer) und leicht aufgeregt (die Kinder) hofften wir auf eine entspannte, staufreie Bulli-Fahrt. Unser Wunsch wurde erfüllt. Die junge Mannschaft warf derweil alle sporternährungswissenschaftlichen Forschungsergebnisse über Bord und schaffte es tatsächlich innerhalb von zwei Stunden den gesamten Vorrat an Süßigkeiten in sich hineinzustopfen.

In puncto Ehrgeiz, Zielverfolgung, Ausdauer und Zielerreichung sah ich unser Team bestens vorbereitet. In Wetzlar angekommen, wurden wir herzlich in der Jugendherberge empfangen. Schnell wurde klar, dass wir uns in jeder Hinsicht noch spezialisieren mussten. So wurden die Betreuer zu Trainer (Union-Fan) und Manager (Hansa-Fan). Sogleich begann das Vorbereitungstraining, um die individuellen Stärken der Spieler auszuloten und die Taktik abzustimmen.

Am nächsten Tag war es endlich soweit, das Fußballturnier begann. Ein Spielerkreis vor dem Spiel mit Anfeuerungslied und das Abklatschen des Gegners waren Ehrensache und vielleicht eine Chance, den Fair-Play-Pokal zu gewinnen.  Nach taktischen Umstellungen (ein Geniestreich), ständigem Anfeuern unseres Teams durch die Teilnehmer, wachsendem Teamgeist und wirklich guten Spielen waren wir Gruppenerster. Die Euphorie war groß und wir bekamen Lob von allen Seiten. Doch dann begannen die Rückschläge. Vor dem Halbfinale hatten wir einen Verletzten, dann noch einen und so verloren wir und mussten ins Spiel um Platz 3. Da wir nicht mehr genug Spieler hatten, zog die gegnerische Mannschaft auch einen Spieler vom Feld, aber es nutzte nichts. Am Ende standen der undankbare 4. Platz und ein mehrstündiger Krankenhausaufenthalt. Zum Glück wurde nur eine Prellung diagnostiziert.

Am Abend fand dann noch das Menschenkicker-Turnier statt. Der ganz große Ehrgeiz war dann weg, aber wir hatten dafür viel Spaß. Geschafft, aber zufrieden gingen wir spät ins Bett und freuten uns auf das Streetballturnier und das Abschlussfest. Das Turnier wurde aus unserer Sicht zu einem Drama. Die Vorrundenspiele gewannen wir alle. Doch dann trafen wir auf eine Mannschaft, die sich mit (aus unserer Sicht) unfairem Spiel durchsetzte. Unter Tränen, voller Frust und wütend über den Schiedsrichter schieden wir aus. Die Stimmung war auf dem Tiefpunkt und hob sich erst nach einem gemeinsamen Eis und der Pokalvergabe. So nahmen wir die Ehrung für den 4. Platz beim Fußball, einen 5.Platz im Streetball und ein 10. Platz im Menschenkicker entgegen. Das abschließende Fest mit Feuerwerk war ein schöner Abschluss.

Alle waren wieder „versöhnt“ und wir Betreuer waren um ein graues Haar und einen Sonnenbrand reicher. Insgesamt waren wir alle sehr zufrieden. Die Organisation war unglaublich gut und die Stimmung insgesamt sehr freundschaftlich und positiv. Kurzum, ein frohes für alle Beteiligten schönes Pfingsten. 

Stephan Neuhaus, Erzieher

2016-12-12T23:51:29+00:00 29. Mai 2009|Berlin|
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