/, Pressearchiv 2013/Kinderdorfreise an die Müritz

Kinderdorfreise an die Müritz

Es war Mitte September, noch Sommer, schon mit etwas Herbst im Gepäck. Wir verstauten unsere Taschen im Bus und ab ging es.

In Zielow angekommen, fanden wir ein schönes, großes Gelände mit einem kleinen Bootshafen und einladenden Badestellen vor. Ausreichend Spielflächen und Spielgeräte lockten ebenso wie stille Ecken zum Toben, Abtauchen, Klönen und Tuscheln. Genau das Richtige, um weg von eingefahrenen Gleisen eigene Räume zu entdecken. Das hat Tradition auf unseren Reisen.

Für die neun mitreisenden Erzieher und Erzieherinnen bestand die Herausforderung darin, ein spannendes Programm für 50 Kinder in der Altersspanne von fünf bis siebzehn Jahren zu gestalten. Gesagt – getan.

Am ersten Abend saßen alle gemeinsam ums Lagerfeuer und grillten. Die Kleineren jagten und versteckten sich im Gelände, die Taschenlampen blitzten – und alle hatten ihren Spaß!

Am nächsten Morgen wartete auf jedes Kind eine grünweiße Tüte mit dem Aufdruck „Wer ist schon lunchlos glücklich?“ Darin versteckte sich die nötige Stärkung für den Tag. Die war auch nötig, denn gleich ging es aufs Wasser zur großen Paddeltour. Nebel und eine verzauberte Stimmung lagen über dem See, als die Kinder ihre Schwimmwesten überzogen. Große Paddelboote glitten lautlos aus dem Schilf hinaus auf die Müritz. „Abenteuer pur!“ freuten sich die Kinder und legten sich mächtig in die Ruder. Auf einer Insel angekommen, bauten sie mit handwerklichem Geschick zwei Flöße aus Tonnen und Balken und ließen sie ins Wasser. Siehe da – sie fuhren!! Gemeinsam hatten die jungen Menschen alle Herausforderungen gemeistert und obendrein noch ihren Spaß dabei.

Motiviert machten sie sich am Nachmittag zu einer Wanderung in den Nachbarort auf. Dort lockte das Versprechen von Eis für alle. Durch einen geheimnisvollen Wald mit vielen sumpfigen Winkeln und steinzeitlichen Farnen, über eine große Wiese und dann durch ein verschlafenes Dorf gelangten sie zum ersehnten Eisladen. Indes, dieser hatte zu und der Ort schien wie ausgestorben. Jetzt musste was geschehen.
Natürlich rettete ein Erzieher die Situation. Während die Kids sich noch auf Bänken rekelten und neckten, kam er auf einem Fahrrad angeradelt und hatte eine ganze Kiste mit Eis hintendrauf. Großer Jubel brach aus! Auf dem Rückweg sprangen und kullerten die Kids vergnügt drauflos, dass es eine Freude war, diesem ausgelassenen Treiben zuzusehen.

Spannend war am letzten Morgen die gemeinsame Schatzsuche. Vier Etappen mussten gemeistert werden. Begeistert machten alle Kinder mit und feuerten sich gegenseitig an. Nur mit gemeinsamer Unterstützung fanden die Forscher zum Schluss den Schatz. Eine erarbeitete Süßigkeit schmeckt eben besser als eine gekaufte.

Als der Bus kam, waren wir noch beim Mittagessen, das Gepäck schon bereit. Gern wären die Kinder noch geblieben. Sie hatten sich auf dieses Wochenende eingelassen und fühlten sich ein wenig wie in einer großen Familie. Gegenseitig waren alle auf die eine oder andere Weise eingebunden und verantwortlich für einander. Niemand hatte am Rand gestanden. Gerade auch die Jüngeren, die zum ersten Mal mit waren, hatten ein aufregend-freudiges Wochenende in der Natur, auf dem Wasser und in Gemeinschaft erlebt. Das werden sie so schnell nicht vergessen. Sicher werden viele von ihnen auch das nächste Mal wieder mitfahren wollen.

2016-12-14T05:29:40+00:00 13. September 2013|Categories: Berlin, Pressearchiv 2013|
Spendenkonto – IBAN: DE80 1002 0500 0003 3910 01 | BIC: BFSWDE33BER | Bank für Sozialwirtschaft, Berlin »
Schriftgröße ändern
Kontrast erhöhen