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Kinderdorfreise in die Schorfheide

Das Feriencamp liegt abseits von Ort und Straße zwischen Maisfeldern, Wäldern und Seen, eingebettet in einen schützenden Baumbestand von Robinien, Eichen und Ebereschen. So viel Natur und schönstes Wetter mit milden Temperaturen lockte die Kinder von früh bis spät ins Freie. Und auch die vielen kleinen und großen Streicheltiere wie Katzen, Ziegen, Schweine, Pferde und ein Lama hatten es den Kindern angetan.

Für Unterhaltung und Abwechslung hatten wir gesorgt: Die Kinder konnten reiten, Bogenschießen, am Lagerfeuer Stockbrot rösten und in der eigenen Disco tanzen. Spannend war der Besuch im Wildpark Schorfheide. In den großen Freigehegen leben heimische Wildtiere wie Fischotter und Schwarzwild, vor allem aber auch Tiere, die in freier Wildbahn bereits ausgestorben sind: Wolf, Wisent, Elch. Dort sahen einige Kids ihren ersten echten Wolf!

Höhepunkt war die Nachtwanderung. Mit Taschenlampen gewappnet tigerten unsere furchtlosen Helden durch den finsteren Wald. Sie mussten eine Mutprobe bestehen und eine Schlucht im Dunkeln durchqueren. Wirklich gespenstig – aber alle hatten ihren Spaß!

Zwischen den Programmpunkten erlebten wir das alles vergessende selbstverständliche Sein der Kinder, sie spielten, tuschelten und lachten miteinander, sangen, riefen und stritten. Da war es egal, aus welcher Familiengruppe sie kamen.

Wir wurden gut versorgt, es gab wenig handfesten Streit, die Stimmung war ausgelassen und alle nahmen die Erfahrung von schönen Begegnungen mit. Nur notwendig und allgegenwärtig war die Mückencreme.

Wäre es nach den Kindern gegangen, so hätten wir noch um Tage verlängern können. Doch wir, die pädagogischen Fachkräfte waren etwas erledigt und auch froh, als wir uns auf die Heimreise machten.

Ein Schlenker führte uns noch zum Schiffshebewerk Niederfinow, welches die jungen Menschen faszinierte, denn sie konnten sehen, wie Boote über einen Höhenunterschied von 36 Metern gebracht wurden.

Mit dem Bus kamen wir verspätet in Berlin an und als wir im Kinderdorf eintrafen, warteten die Hauseltern und Erzieher vor den Häusern und begrüßten „ihre“ Kinder. Die fielen ihnen erschöpft aber glücklich in die Arme.

2016-12-14T08:00:41+00:00 11. September 2011|Berlin, Pressearchiv 2011|
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