Im niedersächsischen Kinderdorf Alt Garge freuten sich alle über ein ganz besonderes, persönliches Engagement: Die Künstlerin Kirsten Türck porträtierte ein Jahr lang Menschen aus dem Nachbardorf Walmsburg – vom Ortsvorsteher bis zum Briefträger. Von Anfang an stand dabei fest, dass der komplette Spendenerlös dem Kinderdorf zugutekommen soll.

Unter dem Titel „Walmsburger und ihre Freunde“ hatte die Künstlerin rund ein Viertel der Dorfbewohner in Öl verewigt. Im Rahmen des traditionellen Dorffestes präsentierte sie ihre Porträts erstmalig der Öffentlichkeit. In der alten Scheune kamen die Dorfbewohner zusammen, um ihre lang ersehnten Bilder in Empfang zu nehmen.

Die Künstlerin bedankte sich bei allen Helfern, besonders aber bei ihren Modellen für die intensive Zeit mit ihnen. Nachdenklich fragte sie sich bei der Übergabe, ob sie die abgebildeten Personen „richtig getroffen“ habe – doch die neugierigen und liebevollen, aber auch kritischen Blicke während der Ausstellung bestätigten ihr dies.

Künstlerin Kirsten Türck mit Kinderdorfleiter Dietrich Bangen (l.) und Ortsvorsteher Wilhelm Kastens

Literaturveranstalterin Heidi Petermann und Lieblings-Postbote Burkhard Frey

Die Portraitierten lösten ihre Bilder jeweils gegen eine Spende aus, welche der Jugendarbeit des Familienwerks zugutekommt. Einrichtungsleiter Dietrich Bangen war sichtlich erfreut über den ungeplanten Geldsegen. Er bringt damit das Projekt „Jugend für Jugend“ voran: „Es geht darum, breit gefächert Jugendleiter zur Gruppenbetreuung in den unterschiedlichsten Bereichen auszubilden.“ Bewerbungen für diese Ausbildung gibt es schon genügend und so wird das Spendengeld besonders jetzt zur Ferienzeit genutzt, um „Jugend für Jugend“ noch weiter auszubauen.

Jörg Grabowsky, Familienwerk Niedersachsen

Feuerwehrmann Daniel Dreyer mit Sohn Onno

Alex Hoyer vom Bauhof Bleckede

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