Wer steckt hinter den Albert-Schweitzer-Kinderdörfern und Familienwerken? Wer arbeitet dort? Was sind das für Menschen? Unter der Rubrik “Eine/r von uns” erzählen hier in loser Folge Mitarbeitende über ihren (Berufs)Alltag. Heute stellt sich Elias Lehmann vor, Erzieher in einer Kita vom Albert-Schweitzer-Familienwerk Brandenburg e.V.

Elias Lehmann, Erzieher in einer Kita

Elias Lehmann, Erzieher in einer Kita

Hallo Elias, du hast im Kundenservice gearbeitet, dich dann aber entschieden, Erzieher zu werden und alles daran gesetzt, diesen Beruf auszuüben. Was begeistert dich so daran?
Für mich ist es etwas total besonderes, die Kinder beim Aufwachsen zu begleiten. Die kleinen Schritte mitzuerleben, die sie zum ersten Mal in ihrem Leben machen. Wenn ein Kind bei uns in der Kita das erste Mal krabbelt oder anfängt zu sprechen – diese Meilensteine, die so viel ausmachen und die auch für die Kinder selber so viel bedeuten. Wenn ich dann sogar derjenige bin, der das angeregt hat, ist das ein unglaublich tolles Gefühl – und nicht zu vergleichen, mit einer Tätigkeit im Büro, die nicht so nah am Menschen ist.

Und was denkst du, warum das so ist?
Ich denke, weil ich mit Menschen arbeitete. Die Kinder wachsen mir ans Herz, werden wichtig und ein Stück meines Lebens. Ich freue mich jeden Tag, zur Arbeit zu kommen und sie zu sehen.

Ist das auch das, was dich an diesem Beruf so reizt? Dass du sozusagen mitten im Leben bist?
Ja, ich war vorher in einem Modeunternehmen in der Kundenberatung tätig. Ich sage mal so – es hat mir gelegen, ich konnte meinen Aufgabenbereich gut bewältigen, aber ich habe es nicht gerne gemacht. Und die Zeit verging einfach nicht. Du dachtest, eine Stunde ist vergangen. Es waren aber nur fünf Minuten.

Und wie kam dann bei dir der Wunsch auf, Erzieher zu werden?
Ich hatte in der zehnten Klasse ein Praktikum gemacht. Das hat mir wahnsinnig gut gefallen. Aber die fünf Jahre Schule haben mich abgeschreckt. Erst die zwei Jahre als Sozialassistent und dann drei Jahre die Erzieherausbildung. Und auch meine Eltern sagten, mache erstmal was, womit du Geld verdienst.
Trotzdem bin ich nach einiger Zeit wieder ins Überlegen gekommen. Zum Glück bin ich dann auf das berufsbegleitende Modell gestoßen. Ich habe mich dann beworben und hatte Glück, bekam Anfang 2017 eine Stelle beim Albert-Schweitzer-Familienwerk Brandenburg. Dort arbeite ich mit meinen ehemaligen Erziehern, die jetzt meine Kollegen sind. Das ist ein ganz besonderes Verhältnis.

Das Interview führte Hanna Irabi, Bundesverband der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke e.V.

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