„Beteiligung leben“ – dieses wichtige Thema untersuchte der Kommunalverband für Jugend und Soziales in einem Forschungsprojekt gemeinsam mit den Universitäten Tübingen und Mainz.
Jugendliche, Eltern und Fachkräfte der Jugendämter und Einrichtungen befassten sich in Arbeitsgruppen mit der Frage:
Wie finden Beteiligung und Beschwerde in den Einrichtungen der Jugendhilfe statt und wie können diese verbessert werden? Larissa aus dem Kinderdorf Waldenburg war dabei.

„Das Projekt begann bereits 2014. Kinder und Jugendliche aus baden-württembergischen Einrichtungen berichteten in Kleingruppen über ihre Erfahrungen mit Beteiligung.
Dabei haben sich verschiedene Bereiche herausgefiltert, in denen es aus unserer Sicht wichtig ist, dass wir beteiligt werden, wie etwa die Hilfeplanung und das Aufstellen von Regeln. Im Anschluss haben wir Verbesserungsvorschläge entwickelt. Auch die Beschwerdekultur war ein Thema:  ‚Wie kann ich mich beschweren und wie wird mit meiner Beschwerde umgegangen?‘.

„Ich bin mir wichtig!”

Besonders gut gefallen hat mir zu erfahren, wie das Leben der Jugendlichen in anderen Einrichtungen ist und wie die Strukturen dort sind.
Sehr verwundert war ich über Stufenpläne und die Alltagssituation von anderen in ihren Gruppen. Viele berichteten, wieviel ihnen vorgegeben wird, so bei der Auswahl der Schule oder bei den Zielen im Hilfeplangespräch.
Mir wurde schnell und eindrücklich bewusst, wie selbstverständlich ich hier in meiner Kinderdorffamilie in Entscheidungen miteinbezogen werde. Beteiligung und Beschwerde gehören bei uns zum normalen Familienleben und werden von den Verantwortlichen ernst genommen.
Bald findet ein Abschlusstreffen des Forschungsprojektes statt, an dem ich auch teilnehmen werde.
Ich freue mich und bin gespannt auf die Ergebnisse.“

Larissa Neumann, Kinderdorf Waldenburg

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