Neue Wege in den Beruf: Auftaktveranstaltung der Innovativen Maßnahme

Uslar/Volpriehausen: Die Auftaktveranstaltung für die Innovative Maßnahme des Berufsförderzentrums Uslar im Landhotel Am Rothenberg war ein voller Erfolg. Das Berufsförderzentrum Uslar, lud zu diesem Termin alle Kooperationspartner der Innovativen Maßnahme ein. Sechs Kooperationspartner der Jugendwerkstatt Steimke, wie das Berufsförderzentrum allgemein genannt wird, erschienen zu der Veranstaltung. Zu den Kooperationspartnern gehören z.B. Fliesen-Krause, Heese Bedachungen GmbH, Fleischerei Hartwiger und Petersen, Autohaus Siebrecht GmbH oder die Stadtwerke Uslar.

Neben der Vorstellung des Projektes der Innovativen Maßnahme durch Heinz Rickert, Leiter des Berufsförderzentrums, war es dem Veranstalter wichtig mit den Unternehmern gemeinsam auf die vertiefende Berufsorientierung einzugehen. Jeder der Unternehmen konnte seinem Gewerbe entsprechend Vorschläge machen. Gemeinsam wurde überlegt, wie die Betriebe die Workshops für die Innovative Maßnahme gestalten können. Ziel der Workshops soll neben dem Einblick in den jeweiligen Beruf, das Wecken von Interesse an dem Beruf oder die Vertiefung des Wissens sein. Die Workshops werden so gestaltet, dass die Jugendlichen typische Tätigkeiten der Berufe kennen lernen werden. So könnte der Workshop des Kooperationspartners „Landhotel Am Rothenberg“ zum Beispiel so aufgebaut sein, dass ein professioneller Koch mit den Jugendlichen gemeinsam kocht und die jungen Menschen ein Bankett eindecken. In dem Workshop der Wilksch-Ellies GmbH könnten die Jugendlichen eine Analyse oder eine Leistungsmessung an einer Wärmepumpe durchführen. Bei Fliesenleger Krause könnte die Möglichkeit bestehen Natursteine zu schneiden oder eine Mosaik Tischplatte herstellen. Die Workshops werden von Auszubildenden der jeweiligen Unternehmen geführt, so dass Peer-to-Peer-Groups zwischen den Jugendlichen und dem Auszubildenden entstehen können. Die hohe Praxisorientierung und die Bildung von Peer-to-Peer-Groups in den Workshops sind den Unternehmern und der Jugendwerkstatt Steimke sehr wichtig. Dadurch, dass Gesellen und Auszubildende die Workshops gestalten, sei die Kommunikation zwischen den Jugendlichen noch einmal eine ganz andere, so Rickert. 

Wird einem der Teilnehmer der innovativen Maßnahme ein Praktikum bei den Kooperationsbetrieben vermittelt, so besteht zwischen dem Jugendlichen und dem Gesellen schon ein Bekanntheitsgrad, der für den Jugendlichen von Vorteil ist.  „Wenn während des Praktikums alles gut läuft, besteht die Chance in diesem Betrieb eine Ausbildung zu machen.“, sagt Integrationscoach Wilfried Vendt. „Ohne die Innovative Maßnahme der Jugendwerkstatt Steimke, wäre es schwieriger einen Ausbildungsplatz  zu finden.“, weiß Mike Babig.

Durch die gute sozialpädagogische Einbindung erfahren die Jugendlichen in verschiedensten Bereichen eine gute Unterstützung. „Egal, wo der Schuh drückt, immer sind genügend Ansprechpartner da, die einem helfen können.“, weiß Fatima Alahmad zu berichten.

Selbst wenn die Jugendlichen ein Praktikum oder eine Ausbildung in einem Betrieb beginnen, werden sie von Integrationscoach Wilfried Vendt begleitet. „Sollte es ein Problem zwischen dem Betrieb und dem Jugendlichen geben, sind wir sofort zur Stelle und bügeln es wieder glatt.“, sagt Vendt lächelnd.

Einer der Kooperationsbetriebe, die mit der Jugendwerkstatt Steimke zusammenarbeiten, ist Autohaus Walter Gülke, welches seit über 50 Jahren zu den festen Größen im Automobilhandel in Uslar gehört. Geschäftsführer Florian Mitbauer ist vom Konzept der innovativen Maßnahme überzeugt. Er gibt den Jugendlichen, die in der Maßnahme sind gerne eine Chance. „Eine gute Schulbildung ist nicht immer ein Garant dafür, dass man einen motivierten Auszubildenden bekommt.“ Zurzeit befindet sich Grigori Keer als Praktikant im Autohaus Walter Gülke. Zunächst durfte er beim Reifenwechsel helfen und die Autos der Kunden säubern. Nach kurzer Einarbeitungszeit darf er bereits einige Schritte alleine machen. „Ich wechsele selbstständig die Filter aus.“, lächelt Grigori Keer. Er sei auch sehr froh, dass ihm die Jugendwerkstatt Steimke mit der innovativen Maßnahme so geholfen habe.

Interessierte Jugendliche können sich gerne im Berufsförderzentrum – Jugendwerkstatt Steimke – informieren. Telefonische Auskunft erteilt Heidi Jahns: Telefon: 05571-3490

Bildunterschrift: „Angekommen!“ Praxisanleiter Wilfried Vendt (links) konnte Grigori Keer (mitte) ein Praktikum bei Florian Mitbauer vom Autohaus Gülke vermitteln. Das Ziel ist, dass Grigori Keer im August eine Ausbildung beginnen kann.

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