Wir wollen Kinder stark machen für die Zukunft, für ein selbstbestimmtes Leben. Sie ermutigen und ihnen (Selbst-)Vertrauen schenken. Wie kann das auch unter schwierigen Bedingungen gelingen? Und was bedeutet Mut eigentlich? Darum geht es in unserer neuen Kinderland-Ausgabe.
„Nur Mut!“ lautet das Titelthema unseres gerade erschienenen Sommer-Heftes. Darin erzählen wir beispielsweise die Geschichte von Noah*, zehn Jahre, der sich beim Zirkusprojekt im Kinderdorf Alt Garge ganz schön hoch hinausgewagt hat. Die 16-jährige Kim* aus dem Familienwerk Sachsen-Anhalt stellt sich derweil ganz selbstbewusst auf eine Theaterbühne. Und Lara* (7) und Max* (8) haben Ferien ohne ihre vertrauten Bezugspersonen gemacht – auch das erfordert ganz schön viel Mut. So viel können wir schon verraten: Beide sind glücklich und ziemlich stolz nach Hause ins Familienwerk Mecklenburg-Vorpommern gekommen.
Kinder stark zu machen bedeutet vor allem, ihnen ein Gefühl der Mitbestimmung zu geben. Darauf setzt auch das Kinderdorf in Sachsen, wenn es seinen Schützlingen vermittelt, dass ihre Stimme zählt und sie in der Lage sind, Veränderungen zu bewirken. Wenn Kinder spüren, dass ihre Meinungen und Wünsche zählen, stärkt das ihr Selbstvertrauen und ihren Mut, für sich selbst einzustehen.
Die Kids aus dem Kinderdorf Berlin haben genau das gemacht. Sie wollten das Haus auf ihrem Spielplatz verschönern und haben sich für ihren Wunsch stark gemacht. Daraus ist ein cooles Sprayerprojekt entstanden, bei dem die Kinder und Jugendlichen nicht nur selbst kreativ werden, sondern von echten Profis die richtigen Techniken lernen.
Weil ein starker Geist auch einen starken Körper braucht, gibt es im Waldenburger Kinderdorf indessen Karatekurse zur Selbstverteidigung. Trainer Viktor Fast-Hopfensack berichtet im Interview, wie er dabei hilft, Wut-Energie in achtsame und positive Bahnen zu lenken. „Die Kinder spüren sich und nehmen wahr: Ich bin kraftvoll, ich bin stark, ich kann mich verteidigen und für mich selbst einstehen. Und sich stark zu fühlen, heißt auch, sich mutig zu fühlen.“
Freuen Sie sich auf diese und viele weitere Beiträge. Dazu gibt es wie immer allerhand Neues und Wissenswertes aus unseren Kinderdörfern und Familienwerken. Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre. Lassen Sie sich von den Geschichten vom Mutigsein und Mutmachen inspirieren – und haben Sie einen schönen Sommer.
Sabrina Banze, Bundesverband
*alle Namen zum Schutz der Heranwachsenden geändert
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