So wie in einer Familie – Der Versuch, glücklich zu machen

Tatsache ist: Manchmal sind Mütter und Väter aus verschiedensten Gründen nicht in der Lage, ihren Kindern das zu geben, was diese für eine gesunde Entwicklung brauchen. Viele Kinder erfahren jahrelang körperliche oder sexuelle Gewalt. Andere werden vernachlässigt, erhalten nicht genug Aufmerksamkeit und Förderung. Im schlimmsten Fall ist das Jugendamt gezwungen, ein Kind von seiner Familie zu trennen.

In diesen Fällen kommen Organisationen wie die Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke ins Spiel. Ihre Aufgabe ist es dann, diesen Kindern zeitweilig oder auf Dauer Zuwendung, Schutz und Aufmerksamkeit zu geben. Kinder und Jugendliche brauchen Menschen, auf die sie sich verlassen können. Ziel und Aufgabe der Kinderdörfer ist es, Kindern mit einer belasteten Vergangenheit einen Lebensraum zu bieten, der ihnen bestmögliche Entwicklungschancen eröffnet. Dazu brauchen sie vor allem, wie jedes Kind, feste Bezugspersonen in einem familiären Umfeld.

„Familienanaloge Erziehung“ heißt deshalb das Prinzip. Ein Ehepaar mit sozialem Engagement nimmt zu seinen eigenen Kindern noch bis zu sechs durch die Jugendämter vermittelte Schützlinge auf. So können auch leibliche Geschwister in Kinderdorffamilien gemeinsam aufwachsen.

Kinderdörfer haben nichts gemein mit der Sonnenschein-Familie aus der Rama-Werbung. Was viele nicht wissen: Hier sind Profi-Eltern am Werk, die eine Art Führerschein vorweisen müssen. Sie leisten professionelle und nicht nur gut gemeinte Hilfe. Für Kinder gibt es unserer Erfahrung nach kein besseres Zuhause als eine Familie. Die Kinderdorffamilie ist den Kindern ein positives Vorbild und ein Modell für den eigenen Lebensentwurf.

Foto: Albert-Schweitzer-Kinderdorf Waldenburg,1957 – eine der ersten Kinderdorffamilien beim gemeinsamen Essen

Fotorechte: Albert-Schweitzer-Verband

Spendenkonto – IBAN: DE80 1002 0500 0003 3910 01 | BIC: BFSWDE33BER | Bank für Sozialwirtschaft, Berlin »
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