Das Leben im Kinderdorf ist aufregend. Jeden Tag passiert etwas, was man so nicht erwartet hat. Mal sind es schöne Dinge, mal weniger schöne Dinge. Immer wieder sind wir Kinderdorfeltern dabei auf unser Netz an Helfern und Helferinnen angewiesen. Ganz besonders auch auf Menschen aus unserem direkten Umfeld, die sich persönlich einbringen – wie zum Beispiel André.

Es begann mit der Idee, den Kindern eine musikalische Förderung zu ermöglichen. Zu gerne spielten sie auf dem Spielplatz „Musikband“ mit Eimern und Federballschlägern. Mein eigenes Talent bei musikalischen Fragen beschränkt sich auf das Abspielen von Schallplatten. Also musste Hilfe her!

Seit vielen Jahren kennen wir André aus Gommern. Manch einen Abend verbrachten wir gemeinsam mit ihm am Lagerfeuer. Dabei sang der Musiker oft stundenlang. Als wir für unser Bandprojekt einen Trainer brauchten, ließ sich André nicht lange bitten. Sofort stürzte er sich in die musikalische Arbeit und von da an rockte es im Probenraum mächtig. André kitzelte bei seinen sechs Schützlingen oft unerwartete Fortschritte heraus. Die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentierten die Kids auf unserem hauseigenen „Sugarwood-Festival“. Mit diesem Fest bedanken wir uns bei allen unseren „Helfern“, jetzt schon zum zweiten Mal.

So, wie wir auch in der Weihnachtszeit ein Programm einstudieren und unsere Helfer zu einem weihnachtlichen Nachmittag einladen. Bei solchen Anlässen lernen sich unsere Unterstützer untereinander kennen. Sie können die Erfolge unserer gemeinsamen Anstrengungen sehen und freuen sich über die Erfolge, die wir zusammen haben.

Eni Meininger, Kinderdorfhausvater im Kinderdorf Sachsen-Anhalt

Musiker André fördert und fordert die Kinder

Die Base Kids beim Proben