Die Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke – allen voran das Familienwerk Niedersachsen – trauern um Lina*, die im Alter von nur 18 Jahren gestorben ist. Zuletzt hatten wir in unserem Jahresbericht wiederholt über das tapfere schwerkranke Mädchen berichtet. Ein bösartiger Tumor bedeutete ständig akute Lebensgefahr für Lina und unbeschreibliche Belastungen für ihre Kinderdorffamilie. Nun hat sie den Kampf gegen den Krebs verloren.

Viele Freunde und Förder*innen hatten Lina und ihrer Familie gut ein Jahr nach der Krebsdiagnose einen Kurzurlaub am Meer und einen Konzertbesuch ihrer Lieblingsband „Revolverheld“ ermöglicht – und ihnen damit unbezahlbare, wertvolle Zeit zusammen geschenkt. Als Lina ihre Idole auf der Bühne sah, mit ihnen in der Garderobe sprechen durfte und die Lieder mitsang, konnte sie für einen Moment vergessen, wie krank sie war. Die Erlebnisse und ein Strandspaziergang mit ihren Geschwistern gaben ihr die Kraft, weiter gegen den Krebs zu kämpfen. Kurz nach der Reise begann sie wieder mit ihrer Chemotherapie. Doch der Tumor wuchs – und Lina ging es schlechter. Das Badezimmer im Kinderdorfhaus wurde schließlich mit Spendengeldern barrierefrei umgebaut, um ihr den Alltag so gut es ging zu erleichtern.

„Es ist schwer, tröstende Worte zu finden, wenn ein so junger und lebensfroher Mensch für immer aus unserer Mitte gerissen wird“, heißt es in der Traueranzeige, die das Kinderdorf für Lina gestaltet hat. „Wir sind sehr traurig über ihren Tod und dankbar für ihr Leben.“

Wir werden Lina nicht vergessen.

*Name zum Schutz der jungen Frau geändert