Coronakrise trifft Kinderdörfer hart

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Für Familien bundesweit herrscht in diesen Tagen ein Ausnahmezustand. Kitas und Schulen bleiben vorerst geschlossen. Und auch Schwimmbäder, Sportvereine, Spielplätze und Museen haben bis auf weiteres ihre Angebote eingestellt.

In unseren Kinderdorffamilien sind es meist sieben Kinder in allen Altersgruppen, die ab sofort zu Hause betreut werden müssen. Kinder, die stark auf Struktur und individuelle Fürsorge angewiesen sind. Sie alle haben traumatische Vergangenheiten, sind in ihren Elternhäusern massiv vernachlässigt worden, haben Gewalt und Missbrauch erlebt. In den Kinderdörfern bekommen sie professionelle Hilfe und ein verlässliches und geborgenes Zuhause. Dazu gehört auch ein individueller Hilfsplan für jedes Kind – Therapien, Förderangebote, Entspannungszeiten…

Traumatische Erfahrung für Kinder

Sieben Kindern gerecht zu werden, erfordert viel Zuwendung und eine gute Organisation im Zusammenleben. Das Corona-Virus stellt diesen Alltag auf den Kopf und verlangt Kindern wie Mitarbeiter*innen fast Unmögliches ab: „Die Kontakte sind zurzeit sehr eingeschränkt, keine Treffen mit Spielkameraden, alle Termine sind abgesagt. Das hat gerade auf traumatisierte Kinder starke Auswirkungen, macht ihnen oft große Angst. In der Situation ist es sehr wichtig, dass an festen Ritualen festgehalten oder neue geschaffen werden, damit die Kinder nicht aus dem Gefüge geraten“, so Inka Peters, Geschäftsführerin des Albert-Schweitzer-Familienwerks Mecklenburg-Vorpommern.

Personal muss aufgestockt werden

Um in dieser Situation für die Kinder da zu sein, muss das Personal dringend und sofort aufgestockt werden, denn die Kinder müssen nun 24 Stunden am Stück betreut sein. Fachkräfte gibt es kaum. Viele Mitarbeiter*innen fallen krankheitsbedingt aus oder müssen selbst in Quarantäne. Andere haben eigene Kinder, die zusätzlich notbetreut werden müssen. Auch die Schul- und Kitamahlzeiten müssen durch die Kinderhäuser aufgefangen werden. Entsprechend mehr Vorräte braucht es im Haus. Freizeit- und Therapieangebote können nur noch in seltenen Fällen wahrgenommen werden. Tief sitzende Ängste kommen hoch, Wut, Unsicherheit und Trauer verstärken sich. Um jeden Preis muss ein „Lagerkoller“ vermieden werden!

Wir brauchen Ihre Hilfe

Wir müssen schnell handeln und brauchen dafür Ihre Unterstützung. Viele Häuser müssen wir technisch aufrüsten, damit der Lernstoff zuhause am Rechner bearbeitet werden kann, andere brauchen dringend spezielles therapeutisches Spielzeug und Beschäftigungsmaterial, um den Ausfall der Therapie- und Förderstunden zu überbrücken. Die Liste ist lang. Was uns besonders große Sorgen bereitet: viele unserer Förder*innen vermeiden natürlich den Weg zur Bank. Für die Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke bedeutet das in dieser prekären Situation einen massiven Spendeneinbruch.  Bitte stehen Sie unseren Kindern in dieser schwierigen und beunruhigenden Zeit zur Seite und unterstützen Sie uns mit einer Spende! Herzlichen Dank!

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