//Weltkindertag in der Wuhlheide

Weltkindertag in der Wuhlheide

Am 20. September wird in Deutschland Weltkindertag gefeiert. Seit 1990 wird dieser Tag in Berlin feierlich begangen und hat sich inzwischen zu einem festen Termin im hauptstädtischen Veranstaltungskalender etabliert. Zum 20jährigen Geburtstag der Veranstaltung war das Albert-Schweitzer-Kinderdorf Berlin mit einem Feststand vertreten.

„Vorfahrt für Kinderrechte“ war das diesjährige Motto der Veranstaltung, an der sich rund 80 Berliner Organisationen und Vereine beteiligten. In der Berliner Wuhlheide gestaltete man am 20. September gemeinsam ein riesiges Kinderfest mit zahlreichen Spiel-, Kreativ- und Informationsständen.

Auch wir vom Albert-Schweitzer-Kinderdorf Berlin e. V. waren natürlich bei diesem Fest dabei und haben uns über die vielen Kinder und Jugendlichen gefreut, die zusammen mit ihren Eltern unseren Bastel- und Spielstand aufsuchten und z. B. beim Nudelketten-Fädeln viele bunte Kreationen entstehen ließen. Kinder haben ein Recht darauf, dass man ihnen zuhört. Ob sie selbst auch gute Zuhörer sind, konnten sie bei unserem Hör-Memory testen, bei dem es darauf ankam, die zusammengehörenden Paare in den Klappergeräuschen von 10 blickdicht verschlossenen Dosen herauszuhören – eine ziemlich knifflige Aufgabe, wie vor allem die teilnehmenden Erwachsenen feststellen mussten. Richtig zuhören braucht Übung.

Beim Kinderrechte-Quiz hingegen lagen fast alle richtig: Dass Kinder das Recht auf Privatsphäre haben – niemand also ungefragt ihre Post öffnen darf bzw. dass Kinder in allen sie betreffenden Fragen unbedingt ein Mitspracherecht haben, wussten die meisten StandbesucherInnen richtig zu beantworten. Trotz des zeitgleichen Berlin-Marathons und dem seit Wochen in der Stadt herrschenden S-Bahn-Chaos waren es immerhin über 50.000 große und kleine BesucherInnen, die zum Fest erschienen sind.

Als die Kinderrechte-Radstaffel schließlich ihren Zieleinlauf auf der großen Hauptbühne in der Wuhlheide hatte, waren es also sehr viele Zuschauer, die den Radlern applaudierten. Die Kinderrechte-Radstaffel war am 6. September in Wahlwies am Bodensee gestartet und hatte auf 13 Etappen durch 10 Kinderdörfer deutschlandweit geführt, um schließlich am Weltkindertag in Berlin zu enden. Auch Albert-Schweitzer-Kinderdorffamilien waren auf verschiedenen Etappen mitgefahren (siehe nächster Artikel).

Unterwegs mit der Kinderrechte-Radstaffel

40 Kilometer waren es, die unsere Kinderdorffamilien aus Karlshorst und Gatow bei der Kinderrechte-Radstaffel mit gefahren sind. Am 18. September trafen sie sich mit den Kolleginnen und Kollegen aus Brandenburg in Werder und radelten von dort aus die 40 km nach Berlin. "Zwischenzeitlich wurde die Radstaffel sogar von Polizeimotorrädern eskortiert" erzählten die Kinder hinterher begeistert. 

Im Gepäck hatte die Radstaffel, die insgesamt ca. 1000 km betrug, 10 Fahnen, auf denen die wichtigsten Kinderrechte geschrieben standen. Viele der Menschen, denen die Radler unterwegs begegnet sind, unterschrieben diese Fahnen. In Berlin, zum Weltkindertag schließlich, wurden sie an Vertreter aus der Politik übergeben.

2017-11-26T14:59:40+00:00 20. September 2009|Berlin|
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