Mann und Frau vor Holzkuh

Heinz Matz und Hanna Ische konnten sich beim Wettmelken durchsetzen und die Titel „Melkkönig“ und „Melkkönigin“ für sich gewinnen.

Bierkrug-Stemmen, Schunkelgaudi, Wettmelken: Beim diesjährigen Oktoberfest im Albert-Schweitzer-Seniorenzentrum in Uslar durfte keine Tradition fehlen.

„O‘ zapft“ wurde zum Oktoberfest im großen Speisesaal, der kaum wiederzuerkennen war. Blau-weiße Girlanden, Tischdecken, Wimpel und Servietten sowie typische Knabbereien auf allen Tischen und ein Organisationsteam, das im Dirndl unterwegs war, sorgten für die nötige bayrische Stimmung. Bereits im vergangenen Jahr war das Oktoberfest des Albert-Schweitzer-Seniorenzentrums eine beliebte Veranstaltung bei den Bewohnern. Ein gut gefüllter Saal zeugte auch diesmal davon, dass sich bei den Senioren und Seniorinnen an der Vorliebe zum zünftig-bayrischen Feiern nichts geändert hat. Tatjana Vetter, die man im Albert-Schweitzer-Seniorenzentrum bisweilen schon als „Stammmusikerin“ bezeichnen könnte, entlockte ihrem Schifferklavier einen Klassiker nach dem nächsten.

Maßkrug-Stemmen und Wettmelken

Das Maßkrug-Stemmen war in weiblicher Hand: Drei Herren und insgesamt sechs Damen versuchten sich in dieser Tradition und schlugen sich wacker. Beim Wettmelken kam die von Barbara Bierkamp-Kühn selbstgewerkelte Kuh zum Einsatz. Die war bereits im letzten Jahr der „Star“ am Fest. Etliche Bewohner gaben ihr Bestes beim Melken und als Melkkönigin und Melkkönig gingen schließlich Hanna Ische und Heinz Matz hervor.

Kuhmilch allerdings wurde dennoch nicht zum Lieblingsgetränk des Nachmittags erkoren, denn dafür waren die angebotenen Getränke wie Weißbier, Federweißer und Almdudler schlicht zu lecker. Dazu wurden auf Holzständern stilecht aufgereihte, frisch gebackene Laugenbrezeln an den Tischen verteilt. Tänzchen zwischen Bewohnern und den Betreuern lockerten die Stimmung immer wieder auf. Bei Songs wie „Die Hände zum Himmel“, „Lebt denn der alte Holzmichl noch“ oder „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ fiel es den meisten ohnehin schwer, die Hände und Füße still zu halten.

Veranstaltungen auch außerhalb von Anlässen

Die nächste Veranstaltung im Seniorenzentrum folgte übrigens in kurzem Abstand nach: Der gemischte Chor „Joy of Music“ unter der Leitung von Marina Solowjewa besuchte die Bewohner des Albert-Schweitzer-Seniorenzentrums am ersten Novemberwochenende und sorgte für gute Stimmung und musikalische Hochgenüsse.

Hintergrund: Rund 100 engagierte Mitarbeitende sind Tag und Nacht im Albert-Schweitzer-Seniorenzentrum in Uslar für 45 Menschen ambulant und 87 Pflegebedürftige in Wohnbereichen im Einsatz. Das Betreute Wohnen bietet ein umfangreiches Programm für die Bewohner der 112 Wohnungen.

Swenja Luttermann, PR-Assistentin, Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V. Niedersachsen