Bei schönem Wetter ist jeder gerne draußen in der Natur, aber bei Wind und Kälte? Wie verbringen die Kinder in unseren Waldkindergärten den kalten Winter? Die Betreuer verraten uns ihre Tricks, wie sie durch den Winter kommen.

Zuallererst: Die richtige Ausstattung ist das Wichtigste! Warme, wasserfeste Stiefel und ein Schneeanzug, darunter mehrere wärmende Schichten von Unterwäsche und Oberbekleidung. Mütze, wasserdichte Handschuhe und Schal nicht vergessen! Der „Zwiebel-Look“ – mehrere Schichten wie bei einer Zwiebel – isoliert am besten.

Aber die wärmste Ausrüstung reicht nicht aus, wenn man nur damit herumsteht oder sitzt – da wird es jedem kalt. Bewegung ist das Zauberwort im Winter. Wenn genug Schnee liegt, ist das Schlittenfahren das Beste überhaupt! Die Kinder ziehen ihr Gefährt den Hang hinauf und werden so ichtig warm, bevor sie dann wieder hinuntersausen können. Und es macht riesigen Spaß. Schneemänner und Schneeburgen bauen die Kinder auch immer sehr gerne.

Wenn allerdings kein Schnee liegt, muss man erfinderisch werden. Spaziergänge zu tief im Wald gelegenen Plätzen wärmen auch, unterwegs kann man Holz für ein Lagerfeuer sammeln und am Lagerplatz einen Tee oder eine heiße Suppe über dem offenen Feuer zubereiten.

Alles, was die Kinder in Bewegung hält, ist gut, seien es Laufspiele oder andere Aktivitäten.

Gerne nutzen wir auch den Winter dazu, den einen oder anderen Ausflug in das Dorf oder die Stadt zu machen. Handwerkern beim Arbeiten über die Schulter schauen, im Künstleratelier selber kreativ werden oder im Museum etwas über vergangene Zeiten erfahren, all das ist spannend und lässt die Kälte schnell vergessen.

Irmingard Lochner, Albert-Schweitzer-Familienwerk Bayern