Für ein menschliches und respektvolles Miteinander

150 Jahre Albert Schweitzer: Was „Ehrfurcht vor dem Leben“ für unsere Arbeit bedeutet

„Ich rufe die Menschheit auf zur Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben. Diese Ethik macht keinen Unterschied zwischen wertvollerem und weniger wertvollem, höherem und niederem Leben. Sie lehnt eine solche Unterscheidung ab.“ Albert Schweitzer

Im Sinne von Albert Schweitzers Ethik der „Ehrfurcht vor dem Leben“, wünschen wir uns eine Welt, in der Menschen beherzt füreinander einstehen und dafür Sorge tragen, dass alle ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Die Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke bieten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen individuelle Unterstützung und sichere Orte. Unabhängig von ethnischer Herkunft, Religion, Nationalität, sexueller Identität oder parteipolitischer Überzeugung sollen sich alle Menschen bei uns sicher und wertgeschätzt fühlen – die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen ebenso wie unsere Mitarbeitenden. Deshalb leben wir eine Kultur der Vielfalt, geprägt von Respekt und gegenseitiger Anerkennung.

Unser freiheitliches Miteinander, die friedliche Vielfalt und unsere Demokratie sind nicht selbstverständlich – sie werden zunehmend durch Ideologien bedroht. Wir bekennen uns klar zur Gleichwertigkeit aller Menschen und stellen uns entschieden gegen jede Form der Abwertung und Ausgrenzung.

Unser Verband ist kein Ort für menschenverachtende Einstellungen. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung und Gewalt in jeglicher Form haben bei uns keinen Platz. Wir dulden keine Angriffe auf die Menschenwürde – insbesondere, wenn es um die jungen Menschen geht, denen wir in unseren Einrichtungen ein Zuhause geben.

Wir setzen uns aktiv für eine humane und demokratische Gesellschaft ein, die sich an Schweitzers Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben orientiert – weil wir wollen, dass Kinder und Jugendliche in Freiheit und Sicherheit groß werden, dass sie ohne rassistische Erfahrungen und Diskriminierung aufwachsen können.

Deshalb verurteilen wir jegliche Ideologie der Ungleichwertigkeit und schließen uns uneingeschränkt unserem Namensgeber Albert Schweitzer an: „Gelten lassen wir nur, was sich mit der Humanität verträgt.“