„Kinderrechte jetzt!“ – Diese Botschaft flankierte die bundeweiten Aktionen zum Weltkindertag 2021, der auch im Familienzentrum des Albert-Schweitzer-Familienwerks Brandenburg groß gefeiert wurde.

Bei Angeboten wie Kinderschminken, Glücksrad, Hüpfburg, Spielparcours und Drachen basteln konnten Kinder aller Altersklassen mit ihren Familien den Nachmittag verbringen. Als besondere Aktion hingen am Zaun des Vereinssitzes in der Spremberger Bergstraße 18 in drei großflächige Banner, Pinsel und Malfarbe bereit. Alle jungen Besucher*innen waren aufgerufen, die Sätze „Kinder brauchen…“ und „Kinder haben ein Recht auf…“ mit ihren Gedanken und Vorstellungen künstlerisch auf die Planen zu bringen: „Kinder brauchen… eine Mama“ schrieb zum Beispiel Jonas, 7 Jahre; „Kinder haben ein Recht auf… Freundschaft“, schrieb Maria, 9 Jahre. Aber auch „Fischstäbchen mit Kartoffelbrei“ oder das Fußballspiel mit Freunden finden sich als grundlegendes Bedürfnis verewigt – und zeigen: Aus Kindersicht sind Alltäglichkeiten in Unbeschwertheit eben nicht banal, sondern notwendig für ein glückliches Aufwachsen.

Familienwerks-Geschäftsführer Kai Noack: „Das Fest war ein voller Erfolg! Wir sind froh und dankbar, dass wir uns unter den neuen Pandemie-Bedingungen des Zusammenseins ein bisschen Normalität zurück erkämpfen konnten – und sei es ein Nachmittag unter freiem Himmel mit Spaß und Unbeschwertheit. Diese Momente sind es doch, die ein glückliches Kinderleben ausmachen. Aber so kurz vor der Wahl wollten wir auch eine politische Botschaft senden: Wir müssen jungen Menschen öfter die Möglichkeit geben, selbst zu Wort zu kommen, ihnen Plattformen geben, wo sie ihre Gedanken zum Ausdruck bringen könnten. Unser Verein hat durch seine Arbeit täglich Einblicke in die Lebenswelt junger Menschen – wir wissen daher, wie wertvoll es ist, wenn die, die es betrifft, selbst zu Wort kommen dürfen.“

Die fertigen Kunstwerke schmücken nun den Zaun des Sitzes des Albert-Schweitzer-Familienwerks Brandenburgs und bringen damit die Wünsche der jungen Generation dauerhaft „auf die Straße“.

Hintergrund: Der Weltkindertag wurde im September 1954 durch die Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Die Idee ist, auf die Rechte der Kinder aufmerksam zu machen. In Deutschland wird der Weltkindertag traditionell am 20. September gefeiert. Abgesehen von vereinzelten Aktionen und Festen wurde dieser Tag von der Bevölkerung jedoch zunächst kaum wahrgenommen. Erst als das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) 1989 im Zuge der Unterzeichnung der Kinderrechtskonvention den Weltkindertag mit einem Kinderfest in Bonn feierte, etablierte sich das Datum stärker im öffentlichen Bewusstsein.

Saskia Schöne, Familienwerk Brandenburg