An diesem Donnerstag werden in München zahlreiche Organisationen, Institutionen, Schulen, Vereine, Prominente und Privatpersonen in München an die Menschen erinnern, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, entmenschlicht und ermordet wurden. Gemeinsam setzen sie ein Zeichen für Demokratie und Toleranz. Und auch das Albert-Schweitzer-Familienwerk Bayern ist mit dabei.

„Die Rückkehr der Namen“ heißt das Erinnerungs- und Demokratieprojekt des Bayerischen Rundfunks mit Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt, mit dem den Opfern des NS-Regimes gedacht und zum aktiven Einsatz für Grundrechte und Demokratie ermutigt werden soll. Das Projekt möchte eine neue Form des Erinnerns initialisieren. „Durch die Patenschaft für eine in der NS-Zeit verfolgte Person kann sich jeder Mensch aktiv am Erinnerungsprojekt beteiligen“, erklärt der Bayerische Rundfunk. So soll ein klares Zeichen gesetzt werden – gegen das Vergessen und für den Einsatz für die freiheitlich-demokratische Grundordnung.

Das Familienwerk Bayern übernimmt die Patenschaft für Dr. Erich Ephraim Spiegelberg, der zeitweise in einem heutigen Kinderdorfhaus des Vereins gelebt hat. Dort wurden bereits im vergangenen Jahr zwei Stolpersteine für den Kinderarzt und Dr. Heinz Kerb, dessen Familie das Haus einst gehörte, verlegt.

„Wir fühlen uns geehrt, an der Aktion ‚Die Rückkehr der Namen‘ teilzunehmen“, betont der geschäftsführende Vorstand des Familienwerks, Heiner Koch. „Unser Engagement in dieser Initiative ist ein Spiegelbild unserer tiefen Verbundenheit mit der Geschichte und den Werten, die uns leiten. Am 11. April stehen wir gemeinsam mit der Münchner Gemeinschaft und vielen Organisationen auf, um die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten. Wir tun dies nicht nur, um der Vergangenheit zu gedenken, sondern auch, um eine Zukunft zu gestalten, in der Freiheit und Menschenrechte unantastbar sind.“

Der 11. April, der nicht zu den traditionellen Gedenktagen für die Opfer des Nationalsozialismus zählt, wurde übrigens bewusst als Veranstaltungstag gewählt: „Damit soll auch die Botschaft vermittelt werden, dass jeder Tag für uns alle ein Gedenktag sein kann“, so der Bayerische Rundfunk.

Mehr Informationen zum Projekt gibt es hier: www.br.de/rueckkehr-der-namen

Sabrina Banze, Bundesverband