Bernd Kasper im Gespräch mit Journalist Armin Himmerlrath

Uslar. Es ist das erste Buch, das Bernd Kasper – Diplom-Sozialpädagoge, Kinderschutzfachkraft und Fachberater für Pflegestellen im Albert-Schweitzer-Kinderdorf Uslar – im Oktober 2017 beim Vandenhoeck & Ruprecht Verlag veröffentlichte. “Kindeswohl: Eine gemeinsame Aufgabe” ist der Titel dieser Fachliteratur, derer sich der Autor sehr bewusst widmete: „Kinderschutz ist ein immer aktuelles und wichtiges Thema, das nicht nur bei uns Fachleuten im Fokus stehen sollte.“ Als Kinderschutzfachkraft betreibt Bernd Kasper Aufklärung und steht ebenso beratend zur Seite. Allgemeinhin fehle es den Institutionen und Beteiligten aber nicht selten an einer verbindlichen und interdisziplinären Netzwerkarbeit, merkt Kasper an, der sich ein Umdenken des vorhandenen Systems wünscht.

Bei dem Thema Kinderschutz wird niemand alleingelassen, genau das, betont der Fachmann, ist auch im Gesetz so verankert. Wichtig sei neben einer Vernetzung auch das Wissen um ein mögliches Vorgehen. Ob es sich um Erzieher im Kindergarten, die Lehrer in der Schule, einen konsultierten Arzt oder gar um Betreuer im Vereinswesen handelt: Jeder, der mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt kommt und dem etwas Besorgliches an einem Schützling auffällt, sollte mit den möglichen Vorgehensweisen vertraut sein und wissen, dass er nicht allein dasteht. So ist es immer ratsam sich zunächst im Vertrauen an eine Kinderschutzfachkraft zu wenden. Die speziell ausgebildeten Kompetenzpartner stehen vermittelnd zur Seite und können aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung zielgerichtet als Berater dort tätig werden, wo Hilfe und Unterstützung vonnöten sind. Die jeweiligen Kontaktdaten können bei den örtlichen Jugendämtern erfragt werden.

Als Sozialpädagoge mit 23 jähriger Erfahrung im Bereich der Kinderdorfarbeit im Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V. kennt Bernd Kasper viele Facetten der Kinder- und Jugendarbeit. Er kennt auch die Probleme, die es in Herkunftsfamilien geben kann und ebenso die daraus resultierenden Verhalten oder Auffälligkeiten von Kindern. Auch die Fachwelt hat der Sozialpädagoge und Buchautor im Blick. Er weiß ganz genau, an was es dem “System Kinderschutz” in Deutschland noch fehlt. Daher greift er eben jene Punkte entschlossen als Grundlage zu seinem Buch auf. Dabei geht es nicht etwa um einen erhobenen Zeigefinger, sondern darum, jedem Leser seine eigenen Möglichkeiten aufzuzeigen und ihn zu sensibilisieren. Bernd Kasper bietet quasi den Schlüssel zu dem, was getan werden muss, um das Ziel der weitreichenden Vernetzung sowie einer umfassenden Aufklärung zu erreichen. „Kinderschutz ist kein neues Thema“ erklärt Kasper, „aber ich kann aufzeigen, was alles möglich wird, wenn man weiß wie es geschehen kann. Und genau dieses `wie´ wird in dem Buch in den Fokus gerückt.“

Nicht nur er selbst, sondern auch sein Buchverlag ist sich darüber bewusst, dass die Fachliteratur “Kindeswohl: Eine gemeinsame Aufgabe” direkt in eine Nische schlägt, die es aus Fachkreisen zu füllen galt. In diesem Frühjahr war Bernd Kasper deshalb mit seinem Buch auch auf der Leipziger Buchmesse. Er machte dort das Fachpublikum auf sein Anliegen aufmerksam und stand Rede und Antwort.

Kindergarten Mittelalter

Bernd Kasper (rechts im Bild) im Gespräch zusammen mit Spiegel-Journalist Armin Himmelrath auf der Leipziger Buchmesse.

 

 

 

Aus dieser Buchpräsentation heraus entwickelte sich der Kontakt zu Spiegel-Journalist Armin Himmelrath, welcher als Journalist mit politischer Bildung bereits öfter für den Verlag tätig war. In einem Vorgespräch gingen beide Experten auf Tuchfüllung und schnell stand fest, dass der Journalist den Kern des Buches exakt erfasst hatte. Kinderschutz passiert nicht im Alleingang. Und unter diesem Leitsatz stand später auch das Interview auf der Buchmesse. So konnten dort bereits einige Fachkräfte vom Arzt bis zum Erzieher erreicht werden und ein Fokus auf den neu gedachten Kinderschutz gesetzt werden.

Aus dieser Zusammenarbeit mit Armin Himmelrath ist zudem ein weiterer Mehrwert entstanden: Bernd Kasper wurde in der Berichterstattung zu einem aktuellen Fall als Experte gewonnen: „Gerade auch die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist für mich wichtig, um das Anliegen hinter meinem Buch in den Fokus zu rücken und die Aufmerksamkeit bei allen Zielgruppen darauf zu konzentrieren, was mit Vernetzung und Aufklärung alles möglich ist.“

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